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"Engagiert für
Halle"-Preise vergeben Acht Vereine und Initiativen aus Halle wurden am Samstagabend mit dem halleschen Ehrenamtspreis ausgezeichnet |
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(ens) Unter dem Motto Zeitspenden für unsere Stadt wurde am Samstagabend im Stadthaus von Halle (Saale) zum mittlerweile 7. Mal der Ehrenamtspreis Engagiert für Halle verliehen. Gewürdigt werden soll damit das Engagement der rund 60.000 Ehrenamtlichen in der Saalestadt. Insgesamt sieben Vereine aus der Saalestadt dürfen sich nun über eine Partnerschaft mit einem Unternehmen freuen. Daneben wurde auch ein Sonderpreis von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados vergeben. Olaf Ebert von der Freiwilligenagentur sagte, ohne bürgerschaftliches Engagement würde so manches Rad in Halle still stehen. Doch die Zahl von 30 Prozent ehrenamtlich Tätiger sei noch ausbaubar. Doch bereits mit dem jetzt geleisteten könne sich Halle sehen lassen. So sei bundesweit im vergangenen Jahr eine Arbeitsleistung von 35 Milliarden Euro durch bürgerschaftliches Engagement erzielt worden, Halle hat daran einen Anteil von 8,6 Mio. Euro. Ebert wies daraufhin, dann auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen müssten. Einiges habe sich hier schon getan. So sei der Versicherungsschutz verbessert worden. Und auch Nachweishefte für ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es jetzt. |
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Bürgerschaftliches Engagement sei kein Modebegriff, sondern Realität in Halle, so das Stadtoberhaupt. In diesem Zusammenhang dankte sie auch der Freiwilligenagentur, denn freiwillige Arbeit will gemanagt werden. Szabados selbst hatte im vergangenen Jahr die Patenschaft über das Theaterprojekt von Steffi Lampe im Jugendclub Roxy in Halle-Neustadt übernommen. Es ist richtig gut gelaufen, befand die Oberbürgermeisterin, der am Abend die Ehrenmitgliedschaft im Roxy-Jugendclub verliehen wurde. Wegen der Schwangerschaft von Initiatorin Steffi Lampe droht nun allerdings das Aus für das Projekt, denn schon bald geht sie in den Babyurlaub. Ich lassen mir aber etwas einfallen, damit es weitergeht, versprach Szabados. Als Dank für die Theateraufführung im Rahmen der Preisverleihung am Samstag schenkte die OB den jungen Schauspielern Karten fürs Riesenrad und für den Zoo. Vor der eigentlichen Preisverleihung hieß es für einige Vertreter bislang bestehender Patenschaften, einmal Bilanz zu ziehen. Und die fällt für Frank Mortensen von der ABB AG positiv aus. Seit zwei Jahren unterstützt das Transformatorenunternehmen die Kita Goldener Gockel, unter anderem mit Geld- und Sachspenden sowie Arbeitseinsätzen. Auch Führungen für Kita-Kinder im Werk werden angeboten. Und die Kleinen nehmen das Angebot begeistert war. Letztens kam ein Junge auf mich zu und sagte Du Onkel, später will ich auch mal hier arbeiten. Bettina Stosic von den Lesewelten wird von der Papenburg AG unterstützt. Doch in einer Patenschaft geben beide Partner etwas, und so fanden bei Papenburg Lesungen statt, was auch bei den Mitarbeitern des Bauunternehmens gut ankam. Einige konnten bereits als neue Vorleser gewonnen werden. Laut Peter Friedrich von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bieten die Kooperationen Möglichkeiten, neue Lösungen und Ideen zu finden. Außerdem könne sich die Saalestadt durchaus sehen lassen, was das Engagement von Unternehmen angehe. Patenschaften Daneben werden mehrere Patenschaften aus den vergangenen Jahren fortgesetzt, wie die Unterstützung der Schöpfkelle durch Alpha 2000, des Ideal e.V. durch die EVH, die Libro Lesewelt durch Papenburg, die Studentenzeitung Hastuzeit durch die HWG und die Villa Jühling durch die KSB Pumpenwerke. Beworben hatten sich 31 Vereine und
Initiativen, das sind acht weniger als vor einem Jahr. Eine Expertenrunde
hat zunächst unter allen Anmeldungen eine Vorauswahl getroffen.
Die endgültige Entscheidung fällte eine Jury aus Freiwilligenagentur,
teilnehmenden Unternehmen und Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados.
Die Patenschaften sind einzigartig in Deutschland. Sowohl Vereine
als auch Firmen können von der Zusammenarbeit profitieren. So
bekommen Vereine Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit
und profitieren vom Know How der Partner. Die Unternehmen wiederum
können sich für ihre Stadt engagieren. Zudem erhält
jeder Preisträger eine Preisskulptur, die an die Himmelsscheibe
von Nebra erinnert.
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